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Centre Pompidou geschlossen bis 2030: Was Besucher 2026 wissen müssen

von Imogen S

Wichtiger Hinweis vorab: Das Centre Pompidou ist seit dem 22. September 2025 für eine umfassende Renovierung geschlossen. Die Wiedereröffnung ist erst für 2030 geplant. Wer 2026 nach Paris reist, kann das Gebäude auf der Plazza in Beaubourg also nicht besichtigen. In diesem Artikel erfahren Sie, was es stattdessen zu sehen gibt, wo die Sammlung des Museums für Moderne Kunst inzwischen zu finden ist – und was Sie 2030 erwartet.

Jeff Koons im Centre Pompidou
Das Centre Pompidou vor der Schließung 2025

Centre Pompidou geschlossen: Warum und bis wann?

Das 1977 eröffnete Gebäude ist knapp 50 Jahre alt und entspricht in Sachen Brandschutz, Asbestsanierung und Energieeffizienz nicht mehr den heutigen Standards. Deshalb hat sich das Centre Pompidou für eine komplette Kernsanierung entschieden, statt nur einzelne Bereiche zu renovieren wie bei früheren Schließungen (etwa 1997–2000).

  • Schließung seit: 22. September 2025
  • Geplante Wiedereröffnung: 2030
  • Umfang: das gesamte Gebäude auf der Plazza in Beaubourg, inklusive Museum für Moderne Kunst, öffentliche Bibliothek (Bpi) und Ausstellungsflächen

Das Projekt „Centre Pompidou 2030“ sieht unter anderem mehr Tageslicht, einen direkteren Zugang zur Plazza und verbesserte Ausstellungsflächen vor. Bis dahin lebt das Centre Pompidou an anderen Orten weiter.

Die Maison Pompidou: kostenloser Ersatz vor Ort

Wer trotzdem einen Programmpunkt rund um das Centre Pompidou in Paris erleben möchte, kann die Maison Pompidou besuchen – ein kleiner, kostenloser Ausstellungsraum direkt neben der Baustelle, im ehemaligen Brancusi-Atelier.

  • Adresse: 50 rue Rambuteau, 75003 Paris
  • U-Bahn: Rambuteau (Linie 11) oder Les Halles
  • Öffnungszeiten: täglich außer dienstags, 11:00–19:00 Uhr
  • Eintritt: kostenlos, begrenzte Plätze

Zu sehen sind eine Ausstellung zur Geschichte und den Farben des Gebäudes sowie eine Präsentation des Umbauprojekts „Centre Pompidou 2030“ mit Archivmaterial, Modellen und Interviews mit den beteiligten Architekten. Es lohnt sich, vorab auf der offiziellen Seite des Centre Pompidou zu prüfen, ob das Programm noch läuft, da es ursprünglich als befristete Saison konzipiert wurde und regelmäßig verlängert oder erneuert wird.

Wohin mit den Kunstwerken? Die Sammlung tourt durch Frankreich und die Welt

Unter dem Namen „Constellation“ reist ein Teil der weltberühmten Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst (Picasso, Matisse, Kandinsky, Duchamp und viele mehr) während der Bauzeit durch Frankreich und ins Ausland. Die wichtigsten Anlaufstellen für Besucher in Paris und Umgebung:

  • Grand Palais (Paris 8.) – übernimmt die großen Wechselausstellungen des Centre Pompidou, etwa zu Matisse, Hilma af Klint oder Cézanne
  • Centre Pompidou-Metz – der Ableger im Osten Frankreichs läuft normal weiter und zeigt eigene Ausstellungen aus der Sammlung
  • Musée des Beaux-Arts de Lyon, LaM Villeneuve-d’Ascq, Fondation Vasarely (Aix-en-Provence) und weitere Partnermuseen in der Region
  • International: Centre Pompidou Hanwha in Seoul und KANAL–Centre Pompidou in Brüssel eröffnen 2026 als neue Dependancen

Wer die Wechselausstellungen des Centre Pompidou verfolgen möchte, sollte also während eines Paris-Aufenthalts einen Blick auf das aktuelle Programm im Grand Palais werfen – dort finden Sie am ehesten das, was früher in Beaubourg gezeigt wurde.

Alternativen für moderne und zeitgenössische Kunst in Paris

Bis 2030 müssen Liebhaber moderner und zeitgenössischer Kunst in Paris nicht auf ihre Kosten verzichten. Diese Häuser füllen die Lücke:

Fondation Louis Vuitton

Das spektakuläre Glasgebäude von Frank Gehry im Bois de Boulogne zeigt eine der besten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst der Welt sowie große Wechselausstellungen. Geöffnet an sieben Tagen die Woche außer dienstags, Eintritt ab ca. 22 €.

Bourse de Commerce – Collection Pinault

Unter der von Tadao Ando neu gestalteten Glaskuppel der ehemaligen Pariser Warenbörse, nur wenige Gehminuten vom Centre Pompidou entfernt, zeigt François Pinault seine Sammlung zeitgenössischer Kunst. Geöffnet täglich außer dienstags, 11–19 Uhr, Eintritt ca. 15 €.

Musée d’Art moderne de Paris & Palais de Tokyo

Direkt nebeneinander am Ufer der Seine gelegen: Das städtische Museum für Moderne Kunst (kostenloser Eintritt zur Dauerausstellung) und der Palais de Tokyo mit seinen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Beide sind montags geschlossen.

Musée de l’Orangerie

Für die Wurzeln der Moderne: die berühmten Seerosen-Gemälde von Claude Monet sowie eine Sammlung des Impressionismus und Post-Impressionismus in den Tuilerien. Geöffnet täglich außer dienstags, 9–18 Uhr, Eintritt 12,50 €.

Praktische Informationen zum Centre Pompidou 2030

  • Adresse (Baustelle, nicht zugänglich): Place Georges-Pompidou, 75004 Paris
  • U-Bahn: Rambuteau, Les Halles, Hôtel de Ville
  • Offizielle Website für aktuelle Infos: centrepompidou.fr
  • Wiedereröffnung: für 2030 angekündigt, ein genaues Datum steht noch nicht fest

Unser Tipp: Bevor Sie Ihre Paris-Reise planen, prüfen Sie kurz vorher auf der offiziellen Website des Centre Pompidou oder in den aktuellen Ausstellungsprogrammen von Grand Palais und Bourse de Commerce, was gerade zu sehen ist. Das Programm der „Constellation“-Tour ändert sich regelmäßig.

Lesen Sie auch unseren Überblick über die wichtigsten Museen von Paris.


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